We Were Liars – E. Lockhart

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Eine wohlhabende und angesehene Familie. Eine Privatinsel vor der Küste Massachusetts. Ein Mädchen ohne Erinnerungen. Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet. Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis. Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit. (Quelle: Ravensburger Verlag)


MEINUNG
Sollte ich dieses Buch mit nur einem Wort beschreiben, dann wäre es wohl „tragisch“. Denn genau das ist die Geschichte um Cadence, ihre Familie, den Sommer als sie 15 war, Summer Fifteen genannt. Als sie scheinbar einen Unfall hatte, jedoch ist unklar warum, denn sie kann sich an nichts erinnern und alle anderen hüllen sich in Schweigen. Sowohl ihre Mutter und ihre Verwandten als auch Gat, der Junge in den sie verliebt ist, weichen ihren Fragen aus.

Candence Familie ist reich. So reich, dass sie eine eigene Insel besitzen, auf der sie die Sommer verbringen. Ziemlich schnell wird klar, dass Geld allein nicht glücklich macht. Wir erfahren viel über die Familienumstände, von Cadance Kindheit an bis zum Summer Fifteen. Als nächstes kann sie sich nur noch daran erinnern, was nach dem vermeintlichen Unfall passiert ist. Bis hier hin war die Geschichte etwas zäh. Dem Alter der Protagonisten entsprechend wurde gesprochen und gehandelt und doch hat die Autorin versucht so etwas wie poetisch zu wirken. Zur Geschichte hat es jedenfalls gepasst.

Nach dem Unfall wurde es spannender, denn man wusste genauso viel wie die Protagonistin selbst – also fast nichts. Dazu kam jedoch ein bedrückendes Gefühl beim Lesen, umso weiter die Geschichte fortschreitet. Wir befinden uns im Summer Seventeen, zwei Jahre nach dem Unfall. Irgendetwas stimmt nicht. Jeder verhält sich merkwürdig. Und langsam kommen Cadence Erinnerungen zurück. Dann macht die Geschichte einen Schnitt und die heftige Wahrheit kommt ans Licht. Als ich nach beenden des Buchs darüber nachgedacht habe, ist mir vor allem aufgefallen, wie wahnsinnig gut die Autorin die Zusammenhänge auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt hat. Mit diesem Ende hätte ich nicht gerechnet, ich war selbst einfach nur schockiert. Erst dachte ich „Das kann die Autorin nicht machen.“, aber doch, das kann sie. Und es ist erschreckend geworden. Ich kann gar nicht viel mehr sagen ohne zu spoilern, also lasse ich es einfach. Das Ende war mir zu abrupt. Es ist nicht abgeschlossen, es ist nicht offen. Es war irgendwie einfach vorbei und ich weiß nicht, ob das so gut passt. Wenigstens einen kleinen kurzen Epilog hätte ich mir gewünscht.

Das Buch glänzt nicht durch Action, sondern durch simple Dialoge und eine etwas ungewöhnliche Erzählart. Durch den Drang, wissen zu wollen, was tatsächlich geschehen ist. Diese 200 Seiten werden mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen.


We Were Liars – E. Lockhart
Deutscher Titel: Solange wir lügen
Hot Key Books • Taschenbuch • Mai 2014 • 240 Seiten • 7,99€
ISBN: 978-1-4714-0398-9

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