[Bücher] Fish and Fritz. Als deutscher auf der Insel – Wolfgang Koydl

Originaltitel: – | Übersetzung: – | Reihe: – | Verlag: Ullstein | Ausgabe: Taschenbuch, Februar 2009 | Seiten: 368 | Preis: 9,95€

Als Deutscher auf der Insel. Ein Leben unter Engländern kann ziemlich abenteuerlich sein. Zumindest, wenn man als Korrespondent einen Nachruf auf die Queen verfassen soll – für den Fall der Fälle – und sich vornimmt, ihr wenigstens einmal leibhaftig zu begegnen. Bei seinen Bemühungen trifft Wolfgang Koydl auf Hofschranzen und Sargschreiner, auf Feudalherren und andere Exzentriker – und lotet dabei die Tiefen der britischen Seele aus. Nebenbei versuchen die Koydls sich im fremden Alltag zurechtzufinden und stolpern dabei in so manchen »clash of cultures«. Die wunderbar komische Geschichte einer deutschen Familie in England, mit viel Wärme, Witz und Feinsinn erzählt. (Quelle)


Manchmal sollte man einfach auf seine Eltern hören. Meine Eltern haben dieses Buch schon Jahre vor mir gelesen, aber irgendwie ist es immer an mir vorbeigegangen. Wahrscheinlich, weil ich nur hätte ins Regal greifen müssen. Jetzt habe ich das Buch aber doch gelesen und ich mag es SO sehr!

Die Engländer sind ja so ein Völkchen für sich und der Autor hat es geschafft, dass sie mir noch sympathischer werden. In diesem Buch wird eigentlich kein Klischee ausgelassen, egal ob es nun bestätigt wird oder nicht. Besonders haben mir deshalb auch die Unterhaltungen mit Freunden und Bekannten gefallen, die immer wieder vorkommen. Der Autor bringt einem so den englischen Charakter auf wirklich lustige Weise näher. Man hat nicht nur Vorurteile gegenüber England vor sich aufgeschrieben, sondern bekommt durch die ganzen anderen Personen auch genau das gleiche über Deutschland zu lesen. Das ganze Buch ist einfach mit so viel Witz geschrieben, nicht zu viel und nicht zu wenig, dass man das Gefühl hat, auch in England zu sitzen und zu warten, dass die Queen vorbeikommt. Die Queen war wirklich ein großes Thema im Buch und verdrängte ein bisschen den Rest. Obwohl ich das Buch wirklich gerne mag, lag mir der Schwerpunkt der Geschichte doch ein wenig zu sehr auf dem Versuch des Autors, die Queen zu treffen. Das tut dem Ganzen aber wirklich nicht viel ab.
Und man lernt sogar noch etwas, wie so oft auf Reisen. Man lernt gar nicht mal so wenig über England, die Briten allgemein und die Hassliebe zu Frankreich. Und warum die Engländer eben so sind, wie sie sind. Und in meinem Fall einmal wieder, warum ich da so gerne bin.
Wer also England mag, der sollte wirklich überlegen, dieses Buch zu lesen. Schneller und günstiger kommt man dort wohl kaum hin und der Autor schafft es wirklich überzeugend, einen mitzunehmen.

Rezension von meinem Buchblog Mimi liest
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