[Bücher] Journeyman – Fabian Sixtus Körner

csm_9783864930140_cover_4fb50ac4d1Originaltitel: – | Übersetzung: – | Reihe: – | Verlag: Ullstein | Ausgabe: Taschenbuch, März 2015 | Seiten: 279 | Preis: 8,99€


Wie kommt man einmal um die Welt, mit nur 255 Euro auf dem Konto? Fabian Sixtus Körner schnappt sich seinen Rucksack und macht sich auf ins Ungewisse. Sein Plan: alle Kontinente dieser Erde bereisen – und überall für Kost und Logis arbeiten. Er legt Tausende von Kilometern in Fliegern, Zügen, Bussen, löchrigen Booten und Rikschas zurück und arbeitet dabei mal als Grafiker, mal als Architekt oder Fotograf. Zwei Jahre und zwei Monate, über 60 Orte, querweltein. (Quelle)


MEINUNG
Der Einstieg ins Buch war leicht. Man erfährt die Hintergründe, die zur Reise geführt haben und auch die Planung vorher. Man wird nicht einfach reingeschmissen ins Geschehen, sondern startet zusammen mit dem Autor.

Der Autor war mir durch das ganze Buch sympathisch. Durch den lockeren Schreibstil und den Humor, der darin auftauchte, ließ sich das Buch sehr gut lesen. Auch dadurch, dass scheinbar keine Fehltritte in anderen Ländern oder Kulturen einfach aus dem Buch rausgelassen wurden, wirkte der Autor als Erzähler natürlich und glaubhaft.

Es gibt ja Rezensionen, die behaupten, dass es gar nicht stimmt mit diesen 255€, die ihm zur Verfügung standen. Da sage ich aber bloß: Klappentext richtig lesen. Da steht nämlich 255€ auf dem Konto. Aber auch mit 500€ ist es bestimmt nicht grade einfach um die Welt zu reisen. Ich habe am Anfang gedacht, mich würden während des Lesens eher die westlichen Länder/Städte interessiere, die bereist werden. Im Endeffekt waren aber die anderen Länder und Städte viel interessanter. Der Autor beschränkt sich in den Berichten nicht auf irgendwelche Klischees und arbeitet sie ab, sondern lässt total unvoreingenommen in die Kulturen fallen, probiert neue Dinge aus, lernt dazu und mit ihm der Leser.
Dann hat das Buch noch etwas, das ich vorher noch nicht so gesehen habe: QR-Codes im Buch, die zu Fotos und Videos führen, die während der Reise gemacht wurden. Das fand ich total klasse, weil man so auch sehen konnte, wovon man die ganze Zeit liest. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man eigentlich überhaupt keine Vorstellung von dem Ort hat, an dem man sich im Buch befindet.

Mit diesem Buch bereist man jeden Kontinent, lernt Einheimische kennen und andere Kulturen. An manchen Orten hätte ich mir gewünscht, mehr über diesen zu erfahren. Aber vielleicht gab es dort auch nicht mehr zu berichten, wer weiß.

Das Ende war fast schon ein wenig poetisch angehaucht. Es war natürlich kein Ende wie in einem Belletristikroman, aber auch kein einfaches „Reise zuende, Buch zuende“. Der Autor hat erreicht, was er erreichen wollte, hier mehr, hier weniger. Abschließend zieht er wie ein kleines Fazit für sich selbst. Den Leser lässt er mit dem Gefühl zurück, selbst an diesen ganzen Orten gewesen zu sein.

Für jeden Reiselustigen ist dieses Buch auf jeden Fall eine Empfehlung. Selten hatte ich in einem Buch das Gefühl, auf relativ wenig Seiten (für so viele Orte) so weit zu reisen und trotzdem so viel dazuzulernen.


Rezension von meinem Buchblog Mimi liest

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